Veganes uns laktosefreies Restaurant „Yoyo Foodworld“ in Berlin-Friedrichshain

Wir waren schon ein paar Mal hier bei yoyo Foodworld in Friedrichshain, weil es nicht gerade weit von uns entfernt ist. Geschrieben haben wir trotzdem noch nicht über den Laden. Warum? Keine Ahnung, die Eindrücke waren je nach Tageszeit total unterschiedlich und irgendwie fehlte mir ein rundes Gesamtbild. Jetzt denke ich aber: nimm das Yoyo wie es ist, als abwechslungsreichen Laden.

Räumlichkeiten Yoyo Foodworld

Woran liegt der Eindruck? Nun denn, wer nachmittags hier eintrudelt, kann in aller Ruhe stressfrei einen veganen Burger oder eines der unzähligen Speisenangebote auswählen und in Ruhe essen. Kommt man abends, ist das Yoyo in der Regel proppenvoll und laut. Das liegt wohl auch daran, dass er sich super zwischen Kneipe und Abrocken im Kiez dazu eignet, sich einen Burger, eine vegane Currywurst oder Gyros reinzupfeifen, um für den Abend gewappnet zu sein.

Atmosphäre? Abends geht’s hier eher rockig zu, die Musik (Richtung Punk) ist immer recht laut, sodass es gut für die aufgeheizte Stimmung ist. Eigentlich haben meine Freunde und ich nichts gegen gute Musik einzuwenden, aber nett unterhalten und in Ruhe essen gestaltet sich durch die Lautstärke am Abend leider etwas schwierig. Und genau das ist mein Kritikpunkt. Es ist abends sehr laut und die Tische stehen eng beieinander, was zu einem großen Hin- und Hergerücke führt, wenn man anderen Gästen für den Weg zur Theke Platz verschaffen muss. Dabei fällt es nicht immer leicht, sich auf das Essen zu konzentrieren. Es kommt einfach zu viel Unruhe zum Essen, zumindest meines Erachtens. Kommt man im Laufe des Tages, ist das Ganze viel gechillter. Die Musik ist leiser, es ist weniger los und man kann ganz entspannt essen. Am Besten sucht sich jeder die Atmosphäre und „Besuchszeit“ aus, die er am liebsten mag.

Veganer Bacon Cheese Burger von Yoyo Foodworld


Über das Essen kann ich absolut nicht motzen, es handelt sich um veganes Fastfood, von diversen Burgern über Currywurst, Gyros, Wraps, Käsespätzle, Pommes, Pizza, Salate und Hot Dogs ist alles zu haben. Es gibt sogar Lassis, Shakes und auch Nachtische wie Tiramisu (das dürfte das Herz aller Laktoseintoleranten und Veganer höher springen lassen! Leider war ich nach dem Essen meistens zu voll für einen Nachtisch, aber ich habe mal einen Kuchen probiert). Die Auswahl ist also mehr als übersichtlich, sodass sich für jeden etwas finden lassen sollte. Die Portionen sind ebenfalls reichlich, sodass man wirklich gut satt wird. Außerdem stammen die meisten Zutaten aus der Region, was ebenfalls sehr vorbildlich ist!

Die selbstgemachten Pommes sind der absolute Hammer, klein, knackig, gut gewürzt, unglaublich gut! Auch die Burger sind sehr saftig, groß und vielfältig. Von hausgemachter veganer „Frikadelle“ über Seitan, Tofu- oder Gemüsebratlinge ist alles dabei, dazu gibt’s veganen Käse oder Bacon oder allen möglichen anderen Kram wie Ananas. Außerdem gibt es eine Menge hausgemachte Soßen, wie die Avocado Mayonnaise oder Erdnusssoße.

Wir haben auch einmal einen veganen Kuchen probiert. Er sah eher aus wie eine Riesentorte mit weißer Schokolade (laktosefrei und vegan natürlich!), Verzierungen, Sahnecreme und Kirschen. Bernd war absolut begeistert, er meinte, es sei der beste vegane Kuchen, den er je hatte. Ich fand ihn auch sehr lecker, fluffig, süß und mit ordentlich Lust auf mehr!

 

Fazit: Der perfekte Laden für all diejenigen, die es unkompliziert (und abends laut) mögen und dabei die große, günstige Essens-Auswahl und Tellergröße zu schätzen wissen. Wer lieber in Ruhe sein Essen genießen und sich dabei unterhalten möchte, sollte lieber nicht zu den Stoßzeiten hier aufkreuzen oder so lange warten, bis ein Tisch am Rand frei wird. Das Essen ist für den Preis absolut topp!

Meine Wertung:

2 Comments

  1. Naja, als ich dort war, war das Essen alles andere als bekömmlich.

    Ich habe eine Pizza Margherita(ekelerregend!) und einen veganen Burger(erträglich) probiert. Außerdem hat mir das Essen Magenprobleme bereitet und sooo empfindlich bin ich eigentlich nicht.

    Am wenigsten imponiert hat mir allerdings, beobachtet zu haben, dass dort Fertigprodukte von viana benutzt werden. Gyrosteller beschränkt sich darauf, dass der Fertiggyros von viana erhitzt wird und dazu dann Beilagen auf den Teller gelegt werden. Na klasse. Wenn ich das viana-Zeug essen will, finde ich es in jedem Biosupermarkt.

    Außerdem war die Küche mal sowas von widerlich schmutizg, der Boden sah aus wie in einer öffentlichen Toilette.

    Ich gebe einfach keine Bonuspunkte mehr, nur weil etwas „vegan“ ist. Als „normales“ Restaurant würde sich sowas keine 3 Monate halten, es ist lediglich die Alternativlosigkeit, die Veganer dort hinzieht.

    1. Hey Nox, danke für deine Meinung! Immer wieder sinnvoll, von anderen Erfahrungen zu lesen. Sorry auch für die späte Antwort!
      Das mit den Fertigprodukten haben wir tatsächlich vergessen, zu erwähnen. Da sie aber in der Auslage/Theke liegen, weiß man ja eigentlich direkt, was man bekommt, insofern finde ich es fair, denn es findet nicht versteckt statt. Ansonsten könnte man höchstens auf den Homemade-Burger zurück greifen, den habe ich aber noch nicht probiert.
      Magenprobleme hatte ich bisher auch noch nie, wenn ich dort war, aber das ist wirklich mehr als ärgerlich.

      Alternativen in der Ecke gibt es allerdings mehr als reichlich. Bei Lust auf Burgern könntest du das Yellow Sunshine in Kreuzberg versuchen, das Rootz oder den Frittiersalon (haben ja auch vegane Varianten da). Bei Pizza bin ich ein Riesenfan vom Zeus, total lecker! Und dann gibt es ja noch das Goodies mit guten Salaten oder Bagels, das total nette Funk You oder das geniale Emma Pea mit Superpreisen und netter Atmosphäre in der Nähe.
      Vielleicht hilft das ja ein bisschen (wenn du nicht eh schon alles kennst).
      Liebe Grüße, Vera

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