Über uns

Wir alle stehen nicht still und auch bei mir und meiner Grundeinstellung hat sich Wesentliches verändert. Dazu ist der aktuellste Blogbeitrag hier (von Mai 2012) ganz sinnvoll, denn er sagt eigentlich alles über meine Einstellung aus.

 

Wer der ursprünglichen Intention auf den Grund gehen will, liest einfach hier weiter.

Was hat mich bewogen, diese Seite zu erstellen?

Nun denn, ich habe eigentlich mit der Lebensmittelindustrie nicht viel zu tun. Nein, das stimmt nicht, denn eigentlich habe ich rein gar nichts damit zu tun.

Ich habe Kunstgeschichte studiert, schreibe gerne, bin kreativ, aber Lebensmittel gehörten bislang nicht zu meinen bevorzugten Themen.

Allerdings beschäftige ich mich schon länger mit gesunder Ernährung. Meine Eltern hatten einen riesigen Garten, in dem meine Mama neben Blumen auch alle erdenklichen Sorten von Kräutern, Salat, Gemüse und Obst angepflanzt hat. Also gab es immer Leckeres aus dem Gemüsegarten, da schmeckte der Salat nach Salat, und es gab immer frische Kräuter.

Vielleicht habe ich das Interesse an gesunden Lebensmitteln von zu Hause schon mitbekommen, aber im Studentendasein verirrte ich mich dann auch im Preisdschungel und achtete mehr auf den Preis als auf die Qualität. Billig war gerade gut genug.

Mit dem Alter wird man bekanntlich weiser. Irgendwann hat man auch genug Geld, um frische Produkte und gute Qualität ausreichend wert zu schätzen, um auch einmal einen Euro mehr zu investieren. Also gab es immer öfter etwas Gutes aus dem Bioladen oder vom Bauern. Und wir ließen uns von regionalen Bauern wöchentlich eine Gemüsekiste liefern. Das ist großartig, denn auf einmal ändert sich der gesamte Speiseplan, da man ständig Gemüsesorten auf dem Tisch hat, die man sonst nie einkaufen würde.

Natürlich hatte ich auch schon etliche Filme zur Massentierhaltung gesehen. Mein Kopf sagte schon lange, dass ich eigentlich Vegetarier sein müsste. Ich liebe Tiere, lebe bewusst, weiß genug, um es nicht gut zu heißen, wie viel Fleisch in Deutschland konsumiert wird.
Da ich aber gerne Fleisch esse, konnte ich mich doch nie ganz dem Fleisch entsagen.
Spätestens nach den Filmen „Home“ und (noch einschneidender für mich) „We feed the world“ musste ich aber etwas ändern. Zum ersten Mal hatte ich mich gezwungen, hinzusehen und angesichts der Schlachthof-Bilder nicht umzuschalten. Das Ergebnis war: eine heulende Vera vor dem Fernseher mit einem irrsinnig schlechten Gewissen über jedes Hühnchen, dass ich jemals im Billig-Supermarkt gekauft hatte und jedes billige Stück Fleisch, das ich jemals auf dem Teller hatte. Und das waren über 30 Jahre gerechnet sicher sehr viele!!
Heute bin ich Flexitarierin, ein schöner Begriff, wie ich finde. Ich esse Fleisch, aber sehr selten. Und wenn ich Fleisch esse, dann eben nur Bio, Neuland, Bioland, je besser kontrolliert, desto besser. Dem Bioladen vertraue ich da mehr als den Biomarken aus dem Supermarkt. Der Preis ist absolut gerechtfertigt, denn ein ganzes Huhn für 1,99 Euro im Supermarkt kann einfach nicht richtig sein für ein Tierleben. Wer es nicht glauben mag: gutes Fleisch schmeckt besser und wenn man es selten isst, weiß man jeden Bissen zu schätzen.
Fleisch sollte keine Selbstverständlichkeit sein, denn die Tiere opfern sich nicht freiwillig, damit wir unsere Gelüste befriedigen.

Da ich sehr gerne koche, beschäftige ich mich mit viel mit Rezepten und Produkten. Vegetarische Rezepte sind da natürlich ganz wichtig, denn man bracht Abwechslung. Wer nicht abwechslungreich kocht, wird nie Menschen davon überzeugen, dass vegetarische Küche vorzüglich sein kann!

Und etwa gleichzeitig mit der Fleisch-Abstinenz kam noch ein anderer Aspekt hinzu: die Laktose-Intoleranz.
Wie viele meiner Freunde über 30 sollte nun auch ich nicht mehr alles essen können. Kein Eis? Keine Schokolade? Katastrophe!
Ich wusste zum Glück schon von einer guten Freundin viel über die Intoleranz, sodass die Umstellung nicht ganz so schlimm war.

Trotzdem war ich überrascht, wie viel Zeit ich auf einmal im Supermarkt benötigen sollte.
Natürlich wusste ich, auf was ich alles verzichten bzw. was ich alles ersetzen musste: Milch, Sahne, Butter, Frischkäse etc. Aber auf einmal stellte ich fest, dass fast in allen Produkten Laktose beigemischt ist!
Kein Wunder, dass so viele Menschen krank werden, denn der Milchzucker liegt fast überall konzentriert in Pulverform vor, sodass er viel schwerer zu verdauen ist als normale Milchprodukte. Molkenpulver oder Magermilchpulver sind nur zwei der Pulverformen, in denen Unmengen von Milchzucker steckt. Die Industrie nutzt die Laktose als Bindemittel, Geschmacksträger oder um Brötchen eine brauen Farbe zu geben.
Deshalb muss ich fast jedes Produkt ausgiebig ansehen und den Packungsinhalt studieren, egal ob es um Brühe, Meerrettich, Chips, Kekse, Brot oder Wurst geht.
Unzählige Male stand ich verzweifelt im Supermarkt. Oftmals gab es keine Ersatzprodukte für den gewünschten Artikel, auch wenn mittlerweile immer mehr erkannt wird, wie groß der Bedarf an laktosefeien Produkten ist.
Leider ist es immer noch so, dass man jedes Produkt mühsam zusammen suchen muss, da jeder Supermarkt anders sortiert ist. Extra-Regale für die Spezial-Produkte gibt es manchmal für Gluten, aber selten für laktosefreie Produkte.

Ich merke, dass ich froh bin über jedes einzelne Produkt, auch wenn ich es vorher kaum angerührt hätte. So landen Butterkekse im Einkaufskorb, nur weil man sie essen kann.
In Anbetracht der Vielzahl der Produkte in einem Supermarkt ist es mehr als traurig, was für einen kleinen Bruchteil man auf einmal überhaupt noch nutzen kann.
Aber man soll sich nicht beklagen, wir haben es ja leicht mittlerweile, denn es gibt MinusL, Sojaprodukte, aber auch viele Hersteller, die mittlerweile Bedarf erkannt haben.

Angesichts der Hilflosigkeit, in der sich viele am Anfang befinden, ist es mir ein persönliches Anliegen, über Laktose-Intoleranz zu schreiben und auch anderen zu einem besseren Überblick zu verhelfen.
Da es in meinen Augen besonders wichtig ist, sich bewusst zu ernähren und die Umwelt und das, was die Natur uns schenkt, zu schätzen, soll eben auch der Bio-Aspekt nicht zu kurz kommen. Also hat diese Seite einen Verlauf in Richtung laktosefrei, vegan, vegetarisch und Bio genommen.

Ich möchte versuchen, laktosefreie Produkte, Online Shops und Bio-, Veggie- oder vegane Restaurants vorzustellen und zu bewerten und außerdem gute Rezepte einzustellen.
Ich gebe mir Mühe, unabhängig von den Herstellern ehrliche Antworten zu geben, auch wenn dies natürlich subjektiv ausfällt.
Ich bin unabhängig und nicht an eine Firma gebunden und deshalb habe ich eine große Neutralität, die vielleicht anderen Betroffenen zugute kommt.

Ich bin immer froh, über Tipps und Hinweise. Wenn jemand ein Produkt toll findet und bewerten möchte, kann er es gerne zusenden!

Viel Spaß beim Lesen!

Vera