Keine halben Sachen – Verzicht, Verstand, Versuchung?

Sinnkrise und andere Schwierigkeiten

Heute kommt mal ein ungewohnter Blogeintrag von meiner Seite. Ethisch, philosophisch, moralisch oder einfach nur eine kleine Sinnkrise, egal was, aber vielleicht könnt ihr mir dabei helfen?

Nach nun etwa fünf Monaten Schreiberei für Hipsterfood passiert etwas mit mir und erste Zweifel stellen sich ein. Ich bin dankbar für jedes Feedback und jede Meinung. Habt ihr etwas ähnliches erlebt? Kennt ihr diese Momente? Was denkt ihr über den Blog? Weitermachen wie bisher oder wünscht ihr euch eine bestimmte Richtung?

Sinnkrise und Grundsatzfrage

Als ich am Anfang mit meinem Mann Bernd mit Hipsterfood angefangen habe, wurde ich von einer großen Euphorie mitgerissen. Pure Begeisterung über jedes neue Produkt und jedes laktosefreie Restaurant, das ich finden konnte. Die Idee war geboren: wir machen einen Blog über laktosefreie Artikel, Restaurants und Rezepte. Und da wir auf gute Produkte achten, muss die Bio-Schiene auch unbedingt mit rein.

Wir haben viel positives Feedback bekommen und zahlreiche Likes bei Facebook. Wir stehen bei fast hundert Likes. Das ist nicht viel, aber für etwas, das wir nur als Hobby nebenbei betreiben, doch schon eine kleine (klitzekleine!) Bestätigung.

Am Anfang habe ich mich vor Ideen fast überschlagen. Im Supermarkt wurden Regale fotografiert, wenn etwas Interessantes dabei war, ständig wollte ich Neues lesen, Unbekanntes entdecken und dieses Wissen mit anderen Betroffenen teilen. Ich habe mich schon fast gefühlt wie ein Laktose-Junkie, immer auf der Suche nach dem leckersten Produkt, dem besten Restaurant, dem süßesten Kuchen und dem besten Sahne-Schuss…

Richtung gefunden? Weg verloren?

Aber in letzter Zeit passiert etwas. Ich habe Angst, meine Richtung zu verlieren, denn ich merke, dass sich in den letzten Monaten auch in meiner Person einiges geändert hat. Nein, das ist falsch ausgedrückt. Ich habe keine Angst, meine Richtung zu verlieren, vielmehr weiß ich gerade nicht, was meine oder unsere Richtung IST.

Wen wollen wir ansprechen, wer liest diesen Blog, was wollen wir mitgeben?

Teilzeit-Leben

Ich bin vieles, aber vieles nie ganz, eine Art Teilzeit-Vegetarier-Veganer, Vollzeit-Laktoseintolerante und Freiberufler-Bio-Konsument. Continue reading →

Fotografie-Ausstellung in Leverkusen: Michael Schmidt. Lebensmittel

Wir verlassen einmal das gewohnte Terrain, um hier auf eine interessante Ausstellung aufmerksam zu machen.

Die Industrie versucht, uns Lebensmittel so schmackhaft wie möglich zu verkaufen, bunte Bilder von glücklichen Familien zieren Verpackungen und gezielt eingesetzte Lichtquellen lassen die Tomaten roter, den Salat grüner und das Fleisch saftiger aussehen. „Das Auge isst mit“, heißt es so schön. Den Bogen zur Kunst zu schlagen, ist vielleicht naheliegender als man glaubt, denn letztlich gehört alles doch irgendwie zusammen. Nahrungsmittel sind unser täglich Brot, die Energie, die uns antreibt. Jeder Mensch muss essen und die Wirtschaft und der Umgang mit Lebensmitteln verändert sich. Die Richtung, die eingeschlagen wird, kann dabei sehr bedenklich und befremdlich sein.

Diese Divergenz in Bildern auszudrücken ist ein großes Unterfangen.

Michael Schmidt zeigt dies auf seiner Fotografie-Ausstellung im Museum Morsbroich in Leverkusen, die noch bis zum 13. Mai 2012 zu sehen ist.

Michael Schmidt Lebensmittel            Michael Schmidt Lebensmittel Ausstellung

Mal scharz-weiß, mal farbig, aber immer dem Inhalt entsprechend, wird dokumentiert, von Agrarindustrie über Verpackungen bis hin zu Landwirtschaft, Tieren und Ernährung. Mit neutralem, anonymen und mit fast kaltem Blick wird abgebildet, was die heutige Ernährungsweise ausmacht: sie ist geprägt von Großbäckereien, Massentierhaltung, abgepackten Waren und Wurst mit Gesicht.

Eine sicher spannendes Erlebnis, zur Einstimmung hier ein Video zur Ausstellung von Michael Schmidt.

Diesmal wirklich schade, dass wir uns nicht mehr im Kölner Raum befinden. Für alle anderen: Unbedingt anschauen, interessant ist es bestimmt!

 

(Hinweis zu den Fotos: Michael Schmidt: Lebensmittel, 2006-2010, Installationsansicht Museum Morsbroich, Leverkusen

Copyright Fotos: FOTOGRAFIE ACHIM KUKULIES, DÜSSELDORF)

Ecosia – per Suchmaschine spenden ohne selbst dafür zu zahlen!

Bei unseren Recherchen zum Thema „Essen“ sind wir über das Projekt Ecosia gestolpert und fanden die Idee so gut, dass wir ausnahmsweise mal nicht über Essen schreiben. Es geht um Klimaschutz. Genauer gesagt geht es um Spenden für die Amazonas Initiativen des WWF. Das Tolle daran: es kostet den Suchenden weder Zeit noch Geld, und trotzdem funktioniert es!

Ecosia - Die grüne Suche

Der Clou an diesem Projekt ist, dass man nicht selbst spendet, sondern andere spenden lässt.

Dies funktioniert, indem man seine Suchanfragen nicht mehr bei Google eingibt, sondern einfach bei ecosia.org. Ecosia ist keine Suchmaschine, sondern leitet die Suche einfach zu Bing (der Suche von Microsoft) weiter. Rechts neben den Suchergebnissen werden Anzeigen von Yahoo geschaltet. Klickt man auf eine solche Anzeige, bekommt Ecosia einige Cent Provision. Von diesen Provisionen werden 80% gespendet, der Rest wird verwendet, um die entstehenden Kosten zu decken.

Jeder Klick bringt zwar nur wenige, oder sogar nur Bruchteile von Cents, aber auch hier ist die Masse entscheidend, denn bisher konnte Ecosia über 750.000 Euro spenden. Die Spendenquittungen sind online einsehbar, um maximale Transparenz zu gewährleisten.

Also: Es muss nicht immer Google sein! Ecosia einfach als Standard-Suchmaschine einrichten, ab und zu eine Werbung anklicken und somit Gutes für den Regenwald tun, ohne eigentlich irgend etwas zu tun!

Bio-Türlich: der Überblick über Bio-Marken und Filialen

Bio kennt man mittlerweile, das Bio-Siegel prangt in den Supermärkten auf zahlreichen Verpackungen. Bio gibt es im Supermarkt, im Bioladen, beim Bäcker und selbst an der Wurstbude. Da kann man schnell den Überblick verlieren, denn Bio ist eben nicht gleich Bio.

Wir haben kürzlich schon über Neuland berichtet und dabei auch auf die zahlreichen Bio-Siegel verwiesen.

 

Bio-Tuerlich

 

Wer noch etwas konkreter in die  vielfältige Bio-Welt eintauchen will, kann das bei Bio-Türlich tun: Die Seite hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen objektiven Überblick der gängigen Bio-Marken, Bio-Supermärkte, Filialen und Anbauverbände zu erstellen.
Wer sich also beim Produktkauf nicht sicher ist und noch einmal nachlesen möchte, was eigentlich die gekaufte Marke darstellt und was sie verspricht, ist hier auf der richtigen Seite. Ein Lexikon der wichtigsten Begriffe aus dem Bereich Bio, sowie ein Forum für Fragen und Diskussionen werden ebenfalls angeboten. Zudem bekommt man regelmäßig News zu Bio-Themen und Terminen zu lesen, auch auf der Facebook-Seite von Bio-Türlich.

 

Grandioser Film „Vegucated“ oder wie drei Fleischesser die vegane Welt erleben

Wir sind keine Veganer und essen auch ab und zu einmal Bio-Fleisch. Auf Kuhmilch und Frischkäse verzichten wir auch nicht immer. Und trotzdem und gerade deswegen haben wir den Film Vegucated von der ersten bis zur letzten Sekunde genossen!

Was passiert im Film?
Es gilt, ein Experiment zu wagen in den USA, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten und der unzählbaren Fastfood-Läden und Übergewichtigen. Es werden drei gänzlich verschiedene Menschen ausgesucht, die gerne Fleisch essen und bisher nicht darauf verzichten können. Diese sollen 6 Wochen vegan leben, also: kein Schinken, keine Sparerips, keine Milch, kein Käse, keine tierischen Produkte! Auf dieser Reise werden die drei permanent beobachtet, ständige Begleiter: Frustration, Wut, Trauer, Zweifel, Mut und Freude.

Film "Vegucated"
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Veganer Supermarkt mit Aktionen wie veganem Brunch und Kochkursen

Ich bin gerade sprachlos! Da stolpere ich doch glatt zufällig in einem Forum über einen Beitrag, dass es in Berlin am Prenzlauer Berg einen veganen Supermarkt gibt. Nach Auskunft der Website ist es einer der ersten veganen Vollsortiment-Supermärkte Europas!

Veganz. Wir lieben Leben heißt der Shop. Ich liebe ihn jetzt schon, obwohl ich noch gar nicht dort war.

Veganer Supermarkt Veganz Berlin

Laut Homepage sind in der „1. Welle“ weitere Supermärkte geplant in der Warschauer Straße Berlin, aber auch in Leipzig, Hamburg, Wien, Zürich und Frankfurt, weitere Städte in der „2. Welle“ folgen (München, Karlsruhe, Hannover Köln).

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